Transportsysteme sicher und nachvollziehbar dokumentieren
Innerbetriebliche Transportsysteme verbinden Warenannahme, Lager, Produktion, Versand und interne Servicebereiche. Mit zunehmender Automatisierung wachsen dabei nicht nur Leistungsfähigkeit und Effizienz, sondern auch die Anforderungen an Dokumentation, Betreiberorganisation, Instandhaltung und Schnittstellenmanagement.
Transportsysteme sicher und nachvollziehbar dokumentieren
Komponenten, Förderwege, Übergabestellen und Kapazitäten
Betriebsanweisung
Bedienung, Störungen, Verhalten im Gefahrenbereich
Prüfmanagement
Prüfumfang, Prüffristen und Prüfberichte
Instandhaltung
Wartungspläne, Inspektionen, Verschleißteile
Sicherheitskonzept
Schutzeinrichtungen, Not-Halt, Zugangssicherung
Schnittstellendokumentation
Übergänge zu Produktion, Lagertechnik und Gebäude
Notfallmanagement
Störung, Bergung, Evakuierung und Wiederanlauf
Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt, Arbeitsmittel während ihrer Verwendungsdauer durch geeignete Instandhaltungsmaßnahmen in sicherem Zustand zu erhalten und erforderliche Prüfungen zu organisieren.
Bei fahrerlosen und automatisiert fahrenden Systemen reicht die Dokumentation des Fahrzeugs allein nicht aus. Zu betrachten ist das Gesamtsystem aus Fahrzeug, Fahrweg, Umgebung, Steuerung und Personenverkehr. Die DGUV weist darauf hin, dass Betreiber diese betrieblichen Einsatzbedingungen in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen müssen.
Dokumentiert werden sollten insbesondere:
Fahr- und Sperrzonen,
Übergänge zwischen automatischen und manuellen Bereichen,
Begegnungen mit Fußgängern und anderen Fahrzeugen,
Geschwindigkeit und Verkehrsregeln,
Lade- und Übergabepunkte,
Sicherheitsfelder und Sensorik,
Vorgehen bei Blockaden und Störungen,
Wiederanlauf nach Eingriffen.
Dokumentation als Teil des Anlagenmanagements
Transportsysteme verändern sich häufig durch Produktionsumbauten, neue Förderstrecken oder zusätzliche Fahrzeuge. Deshalb muss die Dokumentation mit jeder relevanten Änderung fortgeschrieben werden.
Sinnvoll ist eine digitale Verknüpfung von Anlagenkataster, technischen Unterlagen, Prüfungen, Wartungsaufträgen, Störungen und Änderungen. So entsteht aus einzelnen Dokumenten eine belastbare Anlagenhistorie.
Professionelles Dokumentationsmanagement verbindet damit Technik – Sicherheit – Betrieb – Instandhaltung – Prüfung – Veränderung. Es schafft die Voraussetzung dafür, dass Transportsysteme nicht nur leistungsfähig geplant, sondern auch langfristig sicher, verfügbar und organisatorisch beherrscht betrieben werden können.