Mobilität: Prozessoptimierung
Die betriebliche Mobilität umfasst heute weit mehr als Dienstfahrzeuge und Parkplätze. Sie betrifft Dienstreisen, Poolfahrzeuge, Elektromobilität, ÖPNV-Angebote, Fahrradmobilität, Ladeinfrastruktur und digitale Buchungssysteme. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Kostenkontrolle, Nachhaltigkeit, Nutzerfreundlichkeit und Steuerbarkeit.
Viele Mobilitätsprozesse sind jedoch fragmentiert, historisch gewachsen oder nicht digitalisiert. Die Folge sind ineffiziente Abläufe, mangelnde Transparenz und hohe Verwaltungslasten. Eine gezielte Prozessoptimierung schafft Struktur, Effizienz und Nutzerorientierung – und legt die Basis für ein zukunftsfähiges Mobilitätsmanagement.
Ausgangslage: Typische Schwachstellen
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| Unübersichtliche Kalender, kein Live-Status, Doppelnutzung |
| Manuelle Prozesse, keine Zuordnung von Emissionen oder Kostenstellen |
| Keine Steuerung von Nutzung, keine Reservierungslogik |
| Medienbrüche, fehlende Systemintegration |
| Keine zentrale Plattform für Informationen und Rückmeldung |
| Verbrauch, Auslastung, CO₂-Bilanz nur schwer erfassbar |
Zielsetzung der Prozessoptimierung
Standardisierung und Digitalisierung aller Mobilitätsabläufe
Erhöhung der Auslastung und Steuerbarkeit vorhandener Ressourcen
Integration von ESG-Kriterien und CO₂-Transparenz in Entscheidungsprozesse
Reduktion von Verwaltungsaufwand und Fehlerquellen
Steigerung der Nutzerfreundlichkeit durch einfache Buchungs- und Informationswege
Optimierungsansätze nach Prozessbereichen
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| Einführung einer zentralen App mit Live-Status und Kalenderlogik |
| Integration in ERP / Travel-Management-Tool mit Genehmigungsworkflow |
| Vereinheitlichung der Zutritts- und Ausleihsysteme |
| Automatisierte Abfrage von Nutzung, Schäden, Feedback |
| Steuerung über Lastmanagementsystem mit Nutzerfreigabe |
| Zentrale Erfassung, automatische Zuordnung, Integration ins Controlling |
Digitale Werkzeuge und Systemintegration
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| Zentrale Buchung, Freigabe, Rückmeldung, Übersicht |
| Steuerung, Monitoring, Abrechnung von Ladevorgängen |
| Schadensmeldung, Anfrage, Rückfragen |
| Integration von Emissionen und Nachhaltigkeitskennzahlen |
| Übersicht der Angebote, FAQ, Mobilitätsrichtlinien |
| Verknüpfung von Fahrten mit Terminen oder Meetings |
Rollen und Zuständigkeiten
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| Steuerung, Systempflege, Strategieentwicklung |
| Ladepunkte, Stellplatzmanagement, Infrastruktur |
| Systemanbindung, Schnittstellenpflege |
| Mobilitätsbudget, Mitarbeiterangebote |
| CO₂-Erfassung, Maßnahmenverfolgung, Reporting |
Erfolgsfaktoren
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| Entlastung der Verwaltung, weniger Rückfragen |
| Akzeptanz und Beteiligung steigen |
| Medienbruchfreiheit, Datenqualität |
| Steuerbarkeit von Maßnahmen |
| Kontrolle, Vergleichbarkeit, Kommunikation |
Eine optimierte Mobilitätsstruktur ermöglicht:
die reibungslose Koordination aller Mobilitätsangebote,
die transparente Steuerung von Emissionen, Kosten und Nutzung,
die Integration in digitale Arbeitswelten,
und die Verankerung betrieblicher Mobilität als Bestandteil der ESG-Strategie.
Prozessoptimierung macht Mobilität nicht nur effizienter – sondern auch sichtbarer, nachhaltiger und zukunftsfähig steuerbar.